Design shapes the world –
wie Design unsere Welt ein bisschen besser macht

Die Vielfalt und Originalität der einzelnen Projekte haben gezeigt, dass in viele verschiedene Richtungen gedacht werden kann, um das Zusammenleben und die internationale Verständigung ein Stück weit besser zu machen. Ziel ist es, die eingereichten Projekt-Ideen in weitere kulturelle Aktivitäten des Auswärtigen Amtes und seiner Partner einzubeziehen.

Mentorenteam:
  • Sally Below, sbca / CLB Berlin
  • Andrej Kupetz, Rat für Formgebung / German Design Council
  • Fabian Burns, Kurator DMY Berlin
  • Prof. Chris Rehberger, Double Standards, HfG Karlsruhe
  • Prof. Dr. Dörte Schultze-Seehof, Rektorin design akademie berlin
  • Corinna Sy und Sebastian Däschle, Mitgründer CUCULA e.V.
  • Tile von Damm, TU Berlin, Habitat Unit

Die 10 ausgewählten Projekte sind:

Lorm Hand - Kommunikationsgerät für Taubblinde

Lorm Hand

Der Handschuh vernetzt Taubblinde auf sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook. Das deutsche Lorm-Alphabet wird über Drucksensoren in digitalen Text übersetzt, wodurch auch SMS und Emails verschickt werden können. Über kleine Vibrationen auf der Rückseite können Nachrichten auch empfangen werden.

Einreichende: Das internationale und disziplinübergreifende Team unter der Leitung von Dipl. Des. (FH) Tom Bieling und Supervision von Prof. Dr. Gesche Joost setzt sich zusammen aus Tiago Martins (Computer Science + Engnieering, Programming, Physical Computing; Kunstuniversität Linz / Industrial Design), Ulrike Gollner (User Experience Designer, Media Arts, Human-Computer-Interaction), Chiara Esposito (Communication Science, New Media, Visual Communication; Interface Cultures + University Suor Orsola Benincasa Napoli) und Fabian Werfel (Media Technology; FH Düsseldorf).

Mein Deutschland - Der Ordner für Flüchtlinge und Ehrenamtliche

Mein Deutschland - Der Ordner für Flüchtlinge und Ehrenamtliche

Dieser Ordner hilft beim Erstkontakt zwischen Flüchtlingen und Ehrenamtlichen, die keine gemeinsame Sprache beherrschen. Auf Augenhöhe können Ehrenamtliche und nicht alphabetisierte erwachsene Geflüchtete mit reichlich illustriertem Material erste Kommunikationen aufnehmen.

Einreichende: Amelie Weinert, freiberufliche Designerin und Künstlerin

Städtebauliches Reallabor für eine post-sozialistische Stadt: Tbilissi Awlabari, Georgien

Städtebauliches Reallabor für eine post-sozialistische Stadt: Tbilissi Awlabari, Georgien

Das Bestreben lokaler AkteurInnen, sich stärker in Fragen der Stadtentwicklung Tbilissis zu engagieren, ist Ausgangspunkt des Reallabors Tbilissi Awlabari, das aus einer Initiative aus der georgischen Zivilgesellschaft hervorgeht, Das Reallabor dient allen vor Ort Engagierten, sich miteinander zu vernetzen und die Chance zu geben, Wissen über und Strategien einer integrierten und integrierenden Stadtplanung zu erwerben, um es für ihr Umfeld spezifisch einzusetzen und sie so potenziell zu Ko-ProduzentInnen der Stadt zu machen.

Einreichende: Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow und das Team vom Institute for Sustainable Urbanism (ISU), Technische Universität Braunschweig; Akademische Partner in Georgien: Prof. Dr. Ia Kupatadze von der Staatlichen Ilia-Universität Tbilissi, Ingenieurwissenschaftliche Fakultät. Zivilgesellschaftliche Partner: Natalia Nebieridze von CAMPUS (NGO), Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Südkaukasus, Goethe-Institut Georgien, Stadtplaner Surab Bakradse, Raumplanerin Frauke Burgdorff aus Bochum; Medienpartner: Georgian Public Broadcaster „Communicator“, DESIGNTbilisi, Liberali, Shokoladi, Tbilissi, Georgien und on-artbooks.com aus Köln.

H.A.N.S. Glanz in allen Gassen

H.A.N.S. Glanz in allen Gassen

H.A.N.S. ist ein modulares Aufliegersystem für einen Fahrradanhänger. So wird mit wenigen Handgriffen aus einer mobilen Kochstation ein Souvenirshop oder mittels Projektor aus einer Brandwand ein Open-Air Kino. Der Hänger soll vor allem da genutzt werden, wo kaum oder keine Kommunikation mehr stattfindet, Orte verwaist sind oder schlicht brach liegen. H.A.N.S. versteht sich als Impuls einer aktivierenden Stadtentwicklung und soll durch seine Einfachheit auch zum Nachmachen anregen.

Einreichende: Alexander Lech, Kommunikationsdesigner bei BÜROHALLO

HelMut

HelMut

Mit dem Ziel, die 85 % Fahrradfahrer zu erreichen, die bis jetzt noch keinen Helm tragen, überzeugt HelMut durch seine Leichtigkeit und Flexibilität. Das Material passt sich der Kopfform an und kann bei Bedarf so klein gefaltet werden, dass der Helm bequem in den Rucksack oder den Gürtel passt. Nach dem Motto „weniger ist mehr“ achtet HelMut auch bei seiner Verpackung auf Nachhaltigkeit.

Einreichende: Peter Kutz und das Team von mehnert corporate design GmbH & co. kg

Roots

Roots

Marokko gilt als die relativ unveränderte Magie des Orients, als Land der Sinne. Man kann sie fühlen, riechen, sehen und hören. Die Suche nach ihrer Identität führt die türkischstämmige deutsche Designerin nach Marokko. Erinnerungen an Sinneswahrnehmungen, Architektur und Materialien beeinflussen ihre Kollektion. Sie ist fasziniert von der mystischen und undefinierten Tuareg-Kultur und verbindet diese Eindrücke mit der westlichen Welt, indem sie Musik und Performance als Ausdruck der inneren Identität nutzt. Die Begrifflichkeiten der Genderneutralität, Schönheit und des Blicks spielen bei der Inszenierung ihrer Kollektion eine entscheidende Rolle.

Einreichende: Rabia Cimen, Modedesignerin aus Pforzheim

Offene Enden

Offene Enden

Die Aufgabe des Designs hört nicht damit auf, jedem Bedürfnis des Menschen nachzukommen und dafür schöne, funktionale Dinge zu produzieren. Der Nutzer soll vielmehr als aktiver Gestalter in den Designprozess mit eingebunden werden. Offene Enden ist eine Arbeit über Verbindungselemente, die Assoziationen und Variationen in der Gestaltung und Nutzbarkeit von Gegenständen ermöglichen.

Einreichende: Dahm Lee, UdK Berlin

Biolabels abschaffen!

Biolabels abschaffen!

Die klare Forderung bezieht sich auf das Konsumverhalten und den bisher als selbstverständlich hingenommenen Standard von Produktqualität. Anstatt Produkte mit Biolabels als besonderes Gütekriterium auszuweisen, wird dieses Gütekriterium als Mindeststandard gefordert. Auf allen Produkten, die diesem nicht entsprechen, sollen Labels darüber informieren, in welcher Weise das Produkt den Menschen und der Umwelt Schaden zufügt. hierfür wurden elf Vorschläge entwickelt.

Einreichende: Prof. Philipp Oswalt, Universität Kassel mit Grafikbüro 1kilo

Ugly fruits – Der Laden für besondere Früchte

Ugly fruits – Der Laden für besondere Früchte

Was sonst weggeworfen wird, kann man hier kaufen. Dass hässliches Obst und Gemüse nicht auf dem Müll landet, ist die Motivation von „ugly fruits“. Mit einer Kampagne werden Vorurteile der Konsumenten abgebaut und dem von der Norm abweichenden Obst und Gemüse seinen Platz in der Gesellschaft zurückgegeben. Denn Geschmack ist keine Frage des Aussehens.

Einreichende: Frederic Goldkorn, Giacomo Blume und Daniel Plath von der Kreativagentur LAUTHALS GmbH

Visual Public Service

Visual Public Service

Der Visual Public Service ist eine urbane Intervention, die in unserer alltäglichen Welt wenig beachteten Menschen eine Stimme im öffentlichen Raum verleiht – Startpunkt war die Vernissage der Kunstbiennale in Venedig. Collagenartig werden persönliche Geschichten, Wünsche und Probleme an Häuserwände, beliebte Treffpunkte, auf Schiffe und Brücken projiziert. Die Suche nach Gesprächen und die Neugier in der Beobachtung treiben das Projekt international in viele verschiedene Regionen und Städte.

Einreichende: José Delano und das Team vom Designstudio Triple